Seebad neu aufgelegt. Heiligenhafen am 06. Oktober 2018

Bei bestem Oktoberwetter startete unsere zwanzigköpfige Gruppe gegen 9:00 Uhr nach Heiligenhafen.
Nach einer kurzen Stipvisite auf dem Gelände der ehemaligen Luftwaffenkaserne, der heutigen AMEOS – Klinik, empfing uns der stellvertretende Bürgermeister Folkert Loose und der Stadtführer Klaus Nehring im Heiligenhafener Rathaus. H hafenRathaus 1
 Das alte, 1882 von einem Reeder als Stadtvilla gebaute Gebäude bestach durch stattlich ausgemalte und mit Stuck verzierte Räume. Hr. Loose gab einen Überblick über die Entwicklung Heiligenhafens vom Küstenort zum heutigen, bei Touristen sehr beliebten Strandbad, machte aber auch klar, dass die Einnahmen aus dem Tourismus in der baulichen Infrastruktur der Stadt dringend benötigt werden. DSC04252 1Stadtführer Nehring, alias Fischer Stüben, berichtete aus der interessanten Geschichte Heiligenhafens und nahm uns mit auf eine kleine Stadtführung, die in der gotischen Stadtkirche mit der mächtigen Figur des St. ChristopherusH hafenkirche 1 und dem alten Chorgestühl aus dem Kloster Cismar endete.
Nach der Mittagspause ging es durch das neu erbaute 
Marina Resort auf den Graswarder.DSC04280
Entlang der alten Strandvillen
führte uns der Weg zur NABU-Station. Der Nabu schützt und pflegt hier das
Naturschutzgebiet und die seltenen Vogelarten. Vom Aussichtsturm konnten wir im milden Nachmittagslicht die vielfältige Vogelwelt beobachten. Gegen 17: 00 Uhr machten wir uns mit den Eindrücken aus einem aufstrebenden Strandbad auf den Heimweg.
Bericht und Fotos Manfred Prüß 07.10.18

Tagesausflug an die Förde am 19. Oktober 2017

Landeshauptstadt, Konkurrentin in puncto Wirtschaft und Hafen, eine völlig andere Stadtarchitektur: Kiel ist gerade für Lübecker immer eine Reise wert, sagte sich die Gesellschaft für Geographie und Völkerkunde und organisierte am 19. Oktober 2017 eine Gruppenfahrt an die Förde, bei der es nicht nur um Sehenswürdigkeiten gehen sollte, sondern auch um das, was die Einheimischen „umtreibt“. Gleich am Hauptbahnhof wird die Gruppe von dem versierten und beredten Kieler Stadtführer Uwe Trautsch an den Matrosenaufstand von 1918 erinnert, der Kiel zum Ausgangspunkt für die Entwicklung demokratischer Verhältnisse in ganz Deutschland machte.

Bahnhof

Gleich beim Hauptbahnhof legen auch die großen Fähren nach Schweden ab. Wie wichtig Kiel die Fährgäste sind, zeigt sich auch daran, dass die Stadt für sie extra eine Fußgängerbrücke über die Förde bauen ließ, damit die Passagiere der Norwegen-Fähre auf der anderen Fördeseite auch bei kurzen Liegezeiten bequem zum Hauptbahnhof und vor allem zum „Shoppen“ in das benachbarte Einkaufszentrum gelangen können.

Vorbei an der abstrakten Skulptur „Seewind“ aus Chromnickelstahl-Röhren und nach einem Blick auf die große Werft auf der anderen Fördeseite führt Uwe Trautsch die Gruppe dann zu einer Baustelle am Rande der früheren Altstadt, die im Zweiten Weltkrieg fast total zerstört wurde. Hier werden nun viele schnell hochgezogene Neubauten aus den Nachkriegsjahren abgerissen und durch Neuplanungen ersetzt. Dazu gehört auch die Gestaltung eines neuen Kanals zwischen den Wasserflächen des Bootshafens und des Kleinen Kiels. Diese Neugestaltung der Innenstadt geht sogar so weit, dass dabei eine ganze Straße verschwindet. In der Holstenstraße, der ersten Fußgängerzone Deutschlands, sind dagegen immer noch gelungene und missglückte Versuche zu erkennen, die Stadt nach Kriegsende schnell wieder aufzubauen und mit Leben zu erfüllen. KailinieKiel

Die Stadtführung endet am Alten Markt. Der kleine Platz macht deutlich, dass Kiel zu einer Zeit, als Lübeck bereits europaweit vernetzt war, nur eine regionale Rolle spielte. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde er ein wenig tiefer gelegt und mit ganz unterschiedlichen Gebäuden bebaut. Die Reisegruppe wundert sich, dass diese alte Stadtmitte nicht in die laufende große Umgestaltung der Stadt einbezogen wird.

Nach der Mittagspause lernt die Gruppe dann eine internationale, wissenschaftliche Seite Kiels kennen. Im GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung berichtet der Meeresgeologe Dr. Gerd Hoffmann-Wieck, wie von Kiel aus die Meeresböden und -lebewesen der ganzen Welt untersucht werden – ebenso wie der Einfluss der Erderwärmung auf die Ozeane. Mit Hilfe von Filmen und Bohrkernen und bei der Besichtigung von Tauchbooten geht er auch auf die Bedeutung von Bodenschätzen am Meeresgrund ein, z. B. auf Manganknollen oder Edelmetalle im Bereich der Black Smokers. Die Reisegruppe stellt dazu viele interessierte Fragen.

 Auf der Rückfahrt sind die Teilnehmer/innen sich einig darin, dass Kiel zwar nur gut 60 Bahnminuten von Lübeck entfernt, aber schon „eine andere Welt“ ist. Tauchroboter2Geomar

03.06.2017  Bodo Fabian

Hier einige Impressionen, unseres Mitgliedes Christine Humbert.
Alle Fotos Christine Humbert

 

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