Unterwegs mit den Rentierhirten im Hohen Norden Russlands

Am 16. Februar 2017 hielt Hr. Prof. Dr. J. Habeck vom Institut für Ethnologie der Universität Hamburg einen Vortrag über die Rentierhirten im Hohen Norden Russlands.
Prof. Habeck zeigte in seinem Vortrag, wie sich die Rentierhaltung und die Lenbensweise der Nenzen, Komi und Ewenken im Laufe der Jahrzente und politischen Umbrüche verändert hat.
Prof. Habeck, der selber mit einem Treck unterwegs war, verstand es, die Details des Nomadenlebens vor den Zuhörern auszubreiten, ohne die Fakten und den wissenschaftlichen Hintergrund zu vernachlässigen.
Im Anschluss nahmen die Fragen aus dem Publikum kaum ein Ende. Dies war weniger auf die Qualität der Informationen des Vortrages sondern offensichtlich auf die Intensität der Berichterstattung zurückzuführen.  Ein Vortrag, der über die Paarung von neuesten wissenschaftlichen Fakten mit verdichteten Einblicken in die Lebensweise der Nomaden Interesse an der Ethnologie geweckt hat.
Habeck Rentierhaltung fuer GGVL
 Foto Prof. J Habeck
 Bericht: M. Prüß

Türkei: Region und Identität - eine Gesellschaft im Wandel

Im gut besuchten Großen Saal der Gemeinnützigen Gesellschaft zeigte Prof. Struck,Lehrstuhlinhaber für Antropogeographie in Passau und Kenner der Türkei , zum einen das Verhältnis zwischen der Türkei und Europa auf und zum anderen gab er einen fundierten Einblick in die türkische Gesellschaft und deren Selbstverständnis. Dazu schlug er einen Bogen vom Ende des Osmanischen Reiches über den gesellschaftlichen Wandel unter Attatürk, den Wirtschaftsboom der letzten Jahre, bis hin zur jüngsten Entwicklung nach dem gescheiterten Militärputsch. Struck verwies auch auf den rückläufigen Kemalismus und den erstarkten Islamismus und machte deutlich, warum ein großer Teil der türkische Gesellschaft den wirtschaftlichen Erfolg der Türkei der AKP zuschreibt. Mit Fragen aus dem Auditorium endete der Vortrag. ProfStruck

Prof. Struck beantwortet Fragen

Foto und Bericht: M. Prüß 20.10.2016